EINE KLEINE SEHNSUCHT

 

Sehnsucht nach Freundschaft, Gesellschaft und vor allem nach Bühne und Publikum begleitete die Geigerin Agata Gromek und den Sänger Daniel Malheur durch die vergangenen Monate. Eigentlich hatte man sich den Start in die „Neuen wilden 20er Jahre“ anders vorgestellt. Statt tollkühn auf der Welle der Renaissance durch die Konzertsäle der Republik zu reiten, fanden die Beiden sich in der nicht minder interessanten Lage wieder, mit viel Zeit im neudeutschen Home-Office zu sitzen und nachzusinnen, was wohl die Zukunft bringen wird.
Herausgekommen ist ein feinsinniges Programm mit amüsanten wie auch melancholischen Schlagern und Chansons der Weimarer Republik, charmant im Hier und Heute in Szene gesetzt. Malheur und Gromek erzählen vom (Über)Leben, von künstlerischen Krisen in der Krise, aber auch von der wunderbaren Einsicht „Uns geht’s ja noch gold!“

…und Begleitung finden die Beiden in Ihrem Koffergrammophon, welches die behänden Aufnahmen ihres Pianisten – auf Platte gebannt – zu Geige, Säge und Gesang erklingen lässt.